GEORG GRIMM EDELSTAHLHANDEL

Werkstoffdatenblatt 1.6587

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.

Download des Datenblattes als PDF

1.6587: CrNiMo-legierter Einsatzstahl für höchstbeanspruchte Bauteile mit hoher Kernfestigkeit und Zähigkeit

Der Werkstoff 1.6587 bzw. 18CrNiMo7-6 ist ein chrom-nickel-molybdän legierter Einsatzstahl mit einer Kernfestigkeit von 1.050 – 1.350 N/mmsowie einer maximal zu erreichenden Härte von 229 HB. Verwendet wird dieser Stahl vor allem für höchstbelastete Bauteile mit hohen Anforderungen an die Kernfestigkeit und Zähigkeit, wie z.B. Wellen, Getriebeteile sowie Zahnräder. Gemäß der Richtanalyse enthält 1.6587 max. 0,21 % Kohlenstoff, max. 1,8 % Chrom, max. 0,9 % Mangan, max. 0,4 % Silicium sowie max. 1,7 % Nickel und 0,35% Molybdän.

Zum Lieferumfang der Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH in dem Werkstoff 1.6587 zählt Rundstahl in gewalzter oder alternativ blanker Ausführung.

1.6587: Sowohl kern- als auch randhärtbarer Einsatzstahl

Großer Vorteil des Einsatzhärtens ist, dass sich durch dieses Verfahren ein deutlicher Härteunterschied zwischen der Randschicht und dem Kern eines Werkstücks erzielen lässt. Das ist für viele hoch beanspruchte Bauteile, bei denen es auf eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Zähigkeit ankommt, sehr wichtig.

Unter Einsatzhärten ist das Aufkohlen (Zuführung von Kohlenstoff) oder Carbonitrieren (Zuführung von Kohlenstoff und Stickstoff), Härten und Anlassen eines Werkstücks mit einem Kohlenstoffanteil zwischen 0,1% bis 0,25 % zu verstehen.

Während des Aufkohlungs-Prozesses von 1.6587 bei Temperaturen von 880°C-980°C wird Kohlenstoff aus einem Kohlenstoff abgebenden Medium über die Materialoberfläche des Bauteils in das Werkstück übertragen. Typische Verfahren zur Aufkohlung sind bspw. das Aufkohlen in einer Salzschmelze, in Kohlungspulver/ -granulat, in Gasatmosphäre oder auch das Aufkohlen im Unterdruck.

Folge des Aufkohlens ist, dass das Werkstück – von außen nach innen gesehen – über unterschiedliche Kohlenstoffgehalte verfügt. Voraussetzung für das Härten des Materials ist die Kenntnis des Kohlenstoffgehalts. Da dieser bei einem der Aufkohlung unterzogenen Werkstück differiert, ist beim anschließenden Härten des Werkstücks entweder von dessen Kohlenstoffgehalt in den Randschichten oder von dessen Kohlenstoffgehalt im Innern auszugehen.

1.6587 kann sowohl kern-, als auch randgehärtet werden. Bei beiden Verfahren ist das Material nach dem Aufkohlen zunächst auf Raumtemperatur abzukühlen, um es sodann auf die Härtetemperatur zu erwärmen.

Beim Kernhärten wird das Material auf eine Behandlungstemperatur zwischen 830°C und 870°C gebracht. Das sich hieran anschließende Abschrecken – also die schnelle Abkühlung des Werkstücks – erfolgt im Öl- oder Wasserbad. Das Gefüge des Werkstücks wird aufgrund dieses Vorgangs im Kern sehr fein, während die Randschicht zugleich überhitzt gehärtet wird.

Entscheidet man sich für das Randhärten, so ist das Werkstück auf eine Temperatur zwischen 780°C und 820°C zu erwärmen und anschließend im Öl- oder Wasserbad abzuschrecken.

Die an das Härten von 1.6587 folgende Anlasstemperatur steht in Abhängigkeit zu der angestrebten Festigkeit. Gehärteter Stahl wird umso weicher, je höher man ihn anlässt. Zu beachten ist hierbei, dass das Anlassen so schnell wie möglich nach dem Härtevorgang durchzuführen ist, um die Bildung von Rissen zu vermeiden. Zu empfehlen ist eine Anlassbehandlung in einem Temperaturbereich zwischen 150°C – 200°C mit einer anschließenden Abkühlung an der Luft.

Zum Schweißen ist die Qualität 1.6587 nur bedingt geeignet.

Die Warmformgebung der Güte 1.6587 findet in einem Temperaturbereich zwischen 1.100°C und 850°C statt.

18CrNiMo7-6: Vergütungsstahl für hoch beanspruchte Bauteile im Automobil- und Maschinenbau

Der polierbare Einsatzstahl 1.6587 hat sich u.a. als Werkstoff für solche schweren und hochbeanspruchten Bauteile wie z.B. Getriebeteile wie Tellerräder, Antriebsritzel und Zahnräder, die im Motorenbau sowie im Allgemeinen Maschinenbau zum Einsatz kommen, etabliert. Denn an diese werden höchste Anforderungen bezüglich der Kernfestigkeit und Zähigkeit des Materials gestellt.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter von Georg Grimm Edelstahlhandlung.

Lieferumfang

Eigenschaften

Dichte8 kg/dm³
Schmieden
Lösungsglühen +AT
Glühhärte
Spannungsarmglühen
Vorwärmen zum Härten
Härte
Anlassen
Rm min1080 N/mm²
Rp 0,2 min
Dehnung min
Rm max
Rm 0,2 max1320 N/mm²
Dehnung max
Alle Angaben ohne Gewähr

Beschreibung

Edelbaustahl/Vergütungsstahl

Verwendung und Eigenschaften

Der Chrom-Nickel-Molybdän-legierte Einsatzstahl 1.6587 eignet sich für schwere und hochbeanspruchte Getriebeteile mit hohen Anforderungen an die Zähigkeitseigenschaften. Die Kernfestigkeit von 1.6587 beträgt 1050-1150 N/mm2.

Werkstoffnormen

Werkstoff1.6587
Alloy
EN 17CrNiMo6
AISI
BS
NACE
Vd-TÜV
Norm18CrNiMo7-6
DIN
AMS
UNS
ASTM
SAE
ELI
Alle Angaben ohne Gewähr

Chemische Analyse

Die chemische Analyse gibt die prozentuale Zusammensetzung der jeweiligen Legierungselemente wieder. Sie variiert von Werkstoff zu Werkstoff und nimmt durch die aufeinander abgestimmte Zugabe von chemischen Elementen Einfluss auf das Verhalten und die Eigenschaften des Materials. Sollten ggf. spezielle Fragen entstehen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Eigenschaften

ELEMENTEC
MIN0,15
MAX0,21
Alle Angaben ohne Gewähr

/

CrMnP
1,50,5/
1,80,9/

/

SSiNi
//1,40
/0,401,7

/

CeNAi
0,25//
0,35//