GEORG GRIMM EDELSTAHLHANDEL

Werkstoffdatenblatt 1.5920

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.

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1.5920: CrNi-legierter Einsatzstahl für hochbeanspruchte Bauteile

Der Werkstoff 1.5920 bzw. 18CrNi8 ist ein chrom-nickellegierter Einsatzstahl mit einer maximal zu erreichenden Härte von 255 HB. Verwendet wird dieser Stahl vor allem für hochbelastete Bauteile, die vor allen Dingen im Automobilbau und im allgemeinen Maschinenbau eingesetzt werden. Gemäß der Richtanalyse enthält 1.5920 max. 0,20 % Kohlenstoff, max. 2,1 % Chrom, max. 0,6 % Mangan, max. 0,4 % Silicium sowie max. 2,1 % Nickel.

Zum Lieferumfang der Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH bei der Güte 1.5920 gehört Stabstahl in der Ausführung rund.

1.5920: Harte Schale, weicher Kern mit guten Zähigkeitseigenschaften

Großer Vorteil des Einsatzhärtens ist, dass sich durch dieses Verfahren ein deutlicher Härteunterschied zwischen der Randschicht und dem Kern eines Werkstücks erzielen lässt. Das ist für viele hoch beanspruchte Bauteile, bei denen es auf eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Zähigkeit ankommt, sehr wichtig.

Unter Einsatzhärten ist das Aufkohlen (Zuführung von Kohlenstoff) oder Carbonitrieren (Zuführung von Kohlenstoff und Stickstoff), Härten und Anlassen eines Werkstücks mit einem Kohlenstoffanteil zwischen 0,1% bis 0,25 % zu verstehen.

Während des Aufkohlungs-Prozesses wird Kohlenstoff aus einem Kohlenstoff abgebenden Medium über die Materialoberfläche des Bauteils in das Werkstück übertragen. Typische Verfahren zur Aufkohlung sind bspw. das Aufkohlen in einer Salzschmelze, in Kohlungspulver/ -granulat, in Gasatmosphäre oder auch das Aufkohlen im Unterdruck.

Folge des Aufkohlens ist, dass das Werkstück – von außen nach innen gesehen – über unterschiedliche Kohlenstoffgehalte verfügt. Voraussetzung für das Härten des Materials ist die Kenntnis des Kohlenstoffgehalts. Da dieser bei einem der Aufkohlung unterzogenen Werkstück differiert, ist beim anschließenden Härten des Werkstücks entweder von dessen Kohlenstoffgehalt in den Randschichten, oder von dessen Kohlenstoffgehalt im Innern auszugehen.

Das Einsetzen sollte im Regelfall bei Temperaturen zwischen 900°C und 950°C durchgeführt werden. Die Standardhärtetiefe beträgt 0,8 bis 1,0 mm, denn bedingt durch den höheren Kohlenstoffgehalt in den Randschichten bildet sich das härtende Martensit nur in diesen, während der Kern des Materials weich und zäh bleibt.

Die an das Härten folgende Anlasstemperatur steht in Abhängigkeit zu der angestrebten Festigkeit. Gehärteter Stahl wird umso weicher, je höher man ihn anlässt. Zu beachten ist hierbei, dass das Anlassen so schnell wie möglich nach dem Härtevorgang durchzuführen ist, um die Bildung von Rissen zu vermeiden. Zu empfehlen ist eine Anlassbehandlung in einem Temperaturbereich zwischen 170°C – 210°C mit einer anschließenden Abkühlung an der Luft.

Zum Schweißen ist die Qualität 1.5920 gut geeignet.

Die Warmformgebung der Güte 1.5920 findet in einem Temperaturbereich zwischen 1.150°C und 850°C statt.

1.5920: Einsatzstahl für hochbeanspruchte Bauteile im Automobil- und Maschinenbau

Der Einsatzbaustahl 1.5920 hat sich u.a. als Werkstoff für solche höchstbeanspruchten Bauteile wie z.B. Getriebeteile, Antriebsritzel, Zahnräder größerer Abmessungen, Teile von Einspritzdüsen etc., etabliert, die im Automobil- und Getriebebau sowie im Allgemeinen Maschinenbau zum Einsatz kommen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter von Georg Grimm Edelstahlhandlung.

Lieferumfang

Eigenschaften

Dichte8 kg/dm³
Schmieden
GKZ Glühen
Glühhärte
Spannungsarmglühen
Vorwärmen zum Härten
Härte
Entspannen
Rm min1080 N/mm²
Rp 0,2 min
Dehnung min8 %
Rm max1330 N/mm²
Rm 0,2 max
Dehnung max
Alle Angaben ohne Gewähr

Beschreibung

Edelbaustahl/Einsatzstahl

Verwendung und Eigenschaften

1.5920 ist ein CrNi-legierter Einsatzstahl für hochbeanspruchte Bauteile hoher Zähigkeit und einer Kernfestigkeit von 1200 – 1400 N/mm². Anwendung findet 1.5920 vor allem im Automobil und Getriebebau. Dort wird 1.5920 z.B. für Antriebskegelräder, Ritzel, Tellerräder, Zahnräder, Wellen, Bolzen und Vorgelegewellen genutzt.

Werkstoffnormen

Werkstoff1.5920
Alloy
EN
AISI
BS
NACE
Vd-TÜV
Norm18CrNi8
DIN18CrNi8
AMS
UNS
ASTM
SAE
ELI
Alle Angaben ohne Gewähr

Chemische Analyse

Die chemische Analyse gibt die prozentuale Zusammensetzung der jeweiligen Legierungselemente wieder. Sie variiert von Werkstoff zu Werkstoff und nimmt durch die aufeinander abgestimmte Zugabe von chemischen Elementen Einfluss auf das Verhalten und die Eigenschaften des Materials. Sollten ggf. spezielle Fragen entstehen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Eigenschaften

ELEMENTEC
MIN0,15
MAX0,20
Alle Angaben ohne Gewähr

/

CrMnP
1,80,4/
2,10,6/

/

SSiNi
/0,151,80
/0,402,10

/

MoNCu
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