1.2738 – Das Werkstoffdatenblatt

1.2738: Gute Zerspanbarkeit beste Polierfähigkeit und Narbätzbarkeit

Der vergütete schwefelarme Kunststoff-Formenstahl 1.2738 bzw. 40CrMnNiMo8-6-4 ist zur Warmarbeit bei mittlerer und geringer thermischer Beanspruchung geeignet und weist gemäß der Richtanalyse einen max. 2,10 %-igen Chrom-Gehalt sowie einen Manganzusatz von max. 1,60 % sowie einen Schwefel-Gehalt von max. 0,035 % auf. Aufgrund dessen zeichnet sich die Güte durch eine gute Zerspanbarkeit, beste Polierfähigkeit und Narbätzsicherheit aus. Üblicherweise wird 1.2738 im vergüteten Zustand (950 – 1.100 N/mm2) geliefert und mit einer Lieferhärte von 280-325 HB verarbeitet. Aufgrund seines Nickel Gehalts von max. 1,20 % ist dieser Werkstoff auch bei großen Durchmessern ab 400 mm gut durchvergütbar, was eine gleichmäßigere Festigkeit über den gesamten Querschnitt als bei dem ähnlich genutzten Werkstoff 1.2311 zur Folge hat.

Erhältlich ist 1.2738 in vergütet +QT in den Abmessungen ø 20.- 390 mm; vergütet +QT, bearbeitet ø 408 – 903 mm; gewalzt oder geschmiedet, alle Seiten entkohlungsfrei gearbeitet, als Flachstahl in den Abmessungen 1.260 x 260 mm oder 1.260 x 310 mm.

1.2738: Bessere Durchvergütbarkeit und gleichmäßigere Festigkeit als 1.2311 bei Dicken >400 mm

Während des Glühprozesses wird der vergütete Kunststoff-Formenstahl 1.2738 im Ofen bei 500 bis 550°C mit anschließender langsamer Ofenabkühlung spannungsarmgeglüht.

Im Rahmen der weiteren Wärmebehandlung sollte die Qualität 1.2738 auf 400 °C angewärmt werden. Danach ist das Material bei ca. 650 °C vorzuwärmen. In der Anwärmphase sowie in der Vorwärmstufe sollte pro Millimeter Materialdicke eine halbe Minute eingeplant werden. Gehärtet wird der Kunststoff-Formenstahl 1.2738 bei 840 – 870 °C. Die Härtetemperatur ist 15 bis 30 Minuten zu halten. Als Abschreckmedium dient Öl oder ein Warmbad. Es kann eine Härte von ca. 53 HRC erzielt werden. Nach dem Härten sollte ein langsames Erwärmen auf Anlasstemperatur (600 bis 680°C) im Ofen erfolgen. Dabei sollte je 20 mm Werkstückdicke je eine Stunde gerechnet werden, mindestens jedoch 2 Stunden pro Werkstück.

1.2738: Werkstoff mit Schwerpunkt Kunststoff-Formenbau

1.2738 - Das Werkstoffdatenblatt bei Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH Wuppertal

Eingesetzt wird der Werkstoff 1.2738 u.a. für hochwertige Kunststoffgroßformen mit tiefgehender Gravur und hoher Kernbeanspruchung sowie Formrahmen und Druckgussformen. Bevorzugt wird 1.2738 zudem für die Herstellung von Gesenken, Schmiedewerkzeugen, Metallstrangwerkzeugen, Rohrpressen und Werkzeugen für die Innenhochdruckumformung (IHU-Werkzeuge) genutzt.

 

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter von Georg Grimm Edelstahlhandlung.

Werkstoff 1.2738
Werkstoff-Nummer 1.2738 Normbezeichnung 40CrMnNiMo8-6-4
Alloy DIN 40CrMnNiMo8-6-4
EN AMS
AISI UNS
EN AMS
BS ASTM
NACE SAE
Vd-TÜV ELI
Beschreibung:
vergüteter Kunststoff-Formenstahl mit Lieferhärte von 280-325 HB
Verwendung und Eigenschaften
1.2738 wird ähnlich genutzt wie 1.2311. Zum Einsatzgebiet des 1.2738 zählen u.a. Kunststoffgroßformen mit tiefgehender Gravur und hoher Kernbeanspruchung. Der zusätzliche Nickelgehalt von 1 % erhöht die Durchvergütbarkeit des 1.2738. Durch Mikrolegieren und Vakuumbehandlung besitzt 1.2738 hervorragende Merkmale wie z.B. gute Zerspanbarkeit, beste Polierfähigkeit und hohe Narbätzsicherheit.
Eigenschaften
Dichte
Schmieden
Weichglühen 710-740°C
Glühhärte 235 max.
Spannungsarmglühen
Vorwärmen zum Härten
Härten 840-870°C in Öl oder Warmbad
Anlassen C° 100 = 51, C° 300=48, C° 600=39
Rm min
Rp 0,2 min
Dehnung min
Rm max
Rm 0,2 max
Dehnung max
Elemente C Cr Mn P S Si Mo Ni
min  0,35 1,80 1,30 0,2 0,15 0,9
max 0,45 2,10 1,60 0,035 0,035 0,4 0,25 1,2

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über die Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und/ oder Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.

1.2365 – Das Werkstoffdatenblatt

1.2365: Hohe Warmfestigkeit und gute Anlassbeständigkeit

Der Warmarbeitsstahl 1.2365 bzw. X32CrMoV33 ist ein Werkstoff mit hoher Warmfestigkeit und Anlassbeständigkeit, der gemäß der Richtanalyse einen max. 3,20 %-igen Chrom-Gehalt sowie einen Molybdänzusatz von max. 3,0 % sowie einen Vanadium-Gehalt von max. 0,70 % aufweist. Diese Güte weist eine gute Wärmeleitfähigkeit auf, die das Material gut wasserkühlbar und damit unempfindlich gegen Temperaturwechsel macht. Neben seinem sehr guten Warmverschleißwiderstand zeichnet sich der Werkstoff 1.2365 zudem durch seine gute Zähigkeit aus. Ferner ist das Material bestens kalteinsenkbar.

Erhältlich ist 1.2365 in gewalzt oder geschmiedet, geschält beziehungsweise überdreht, als Rundstahl in Durchmessern von ca. Ø 25,5 mm bis über Ø 302 mm.

1.2365: Hervorragende Zähigkeit und Brandrissbeständigkeit

Typischerweise wird 1.2365 bei 1.100 bis 850 °C geschmiedet. Während des Glühprozesses wird der Warmarbeitsstahl 1.2365 im Ofen für 4 bis 6 Stunden bei 720 bis 740 °C weichgeglüht. Bei komplizierten Werkzeugen oder nach umfangreicher Zerspanung empfiehlt sich zum Spannungsabbau auf alle Fälle ein Spannungsarmglühen bei 650 °C für ca. 2 bis 4 Stunden mit langsamer Ofenabkühlung. Maximal lässt sich bei diesem Werkzeugstahl durch das Glühen eine Härte von 235 HB erzielen. Wichtig ist es, auf eine geregelte, langsame Ofenabkühlung zu achten.

Im Rahmen der weiteren Wärmebehandlung sollte die Qualität 1.2365 auf 400 °C angewärmt werden. Danach sind zwei Vorwärmstufen einzuhalten: zuerst von ca. 650 °C und anschließend von ca. 850 °C. Gehärtet wird der Warmarbeitsstahl 1.2365 bei 1.020 – 1.050 °C. Als Abschreckmedien dienen Luft, Öl, Druckgas oder ein Warmbad. In Öl kann eine Härte von 51 HRC erzielt werden. Nach dem Härten sollte ein langsames Erwärmen auf Anlasstemperatur im Ofen erfolgen. Dabei sollte je 20 mm Werkstückdicke je eine Stunde gerechnet werden, mindestens jedoch 2 Stunden pro Werkstück. Die Güte 1.2365 sollte zur Zähigkeitssteigerung mindestens zweimal angelassen werden. Ein drittes Anlassen ist ratsam zum zusätzlichen Entspannen.

1.2365: Gute Wasserkühlbarkeit bei gleichzeitiger Temperaturwechselbeständigkeit

1.2365 - Das Werkstoffdatenblatt bei Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH Wuppertal

In erster Linie lässt sich der Warmarbeitsstahl 1.2365 für thermisch hochbeanspruchte Werkzeuge einsetzen, wie z. B. Strangpresswerkzeuge für die Verarbeitung von Stahl – und Schwermetallen wie Rohrpressdorne, Pressmatrizen und –scheiben, Matrizenhalter und Innenbüchsen. Dank der oben genannten hervorstechenden Eigenschaften ist der Werkzeugstahl 1.2365 weiterhin ein verlässlicher Partner für Druckgusswerkzeuge für Leicht- und Schwermetalle sowie für größere Wandstärken und Formteilpressgesenke bei der Schwermetallverarbeitung. Auch Hersteller, die Werkzeuge in der Schrauben- und Mutternerzeugung wie Matrizen, Vorstaucher, Döpper, Lochdorne und Auswerfer fertigen, schätzen die Güte 1.2365. Oft sind außerdem Werkzeuge in Schmiedepressen wie Gesenkeinsätze, Dorne und Schmiedebacken aus 1.2365 gefertigt. Des Weiteren findet sich der Warmarbeitsstahl 1.2365 häufig in Lochdornköpfen, Lochdornen, Bodenstücken und Stoßbankrollen in der Stahlrohrfertigung wieder.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter von Georg Grimm Edelstahlhandlung.

Werkstoff 1.2365
Werkstoff-Nummer 1.2365 Normbezeichnung X32CrMoV33
Alloy DIN X32CrMoV33
EN X32CrMoV33-3 AMS
AISI AISI H10 UNS UNS T20810
EN AMS
BS ASTM
NACE SAE
Vd-TÜV ELI
Beschreibung:
Werkzeugstahl für Warmarbeit
Verwendung und Eigenschaften
1.2365 ist ein Warmarbeitsstahl mit besonderes guter Warmfestigkeit und Anlassbeständigkeit, hoher Brandrissbeständigkeit und sehr guter Wasserkühlbarkeit. Für thermisch hochbeanspruchte Werkzeuge zur Verarbeitung von Schwer- und Leichtmetallen durch Strangpressen eignet sich 1.2365 ebenfalls. Durch besondere Glühbehandlung kann für 1.2365 eine Glühhärte von max. 175 HB eingestellt werden. Die empfohlene Vorwärmtemperatur für 1.2365 beträgt 250-350°C.
Eigenschaften
Dichte
Schmieden  1100-850°C
Weichglühen 720-740°C 2 – 4 h/ Ofenabkühlung
Glühhärte max. 235 HB
Spannungsarmglühen 650°C 2-4 h/ Ofenabkühlung
Vorwärmen zum Härten  Anwärmen auf  ca. 400°C
Härten 1020-1050°C Öl oder Warmbad von 450-500°C
Anlassen mind. 1h/25 mm Wanddicke
Rm min
Rp 0,2 min
Dehnung min
Rm max
Rm 0,2 max
Dehnung max
Elemente C Cr Mn P S Si V Mo
min  0,28 2,7 0,15 0,10 0,40 2,5
max 0,35 3,2 0,45 0,030 0,030 0,40 0,70 3,0

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über die Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und/ oder Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.

1.2367 – Das Werkstoffdatenblatt

1.2367: Hohe Anlassbeständigkeit, Warmfestigkeit und hoher Warmverschleißwiderstand

Der Warmarbeitsstahl 1.2367 bzw. X38CrMoV5-3 ist ein Werkstoff mit hoher Zähigkeit, Warmfestigkeit und Anlassbeständigkeit, der gemäß der Richtanalyse einen max. 5,20 %-igen Chrom-Gehalt sowie einen Molybdänzusatz von max. 3,3 % sowie einen Vanadium-Gehalt von max. 0,70 % aufweist. Aufgrund dessen zeichnet sich die Güte durch einen hohen Warmverschleißwiderstand aus. Zudem ist das Material gut härtbar und neigt nur in sehr geringem Maße zu Verzug. Die Widerstandsfähigkeit des Werkstoffs gegen Brandrisse sowie seine Wasserkühlbarkeit sind ebenfalls positiv hervorzuheben.

Erhältlich ist 1.2367 in gewalzt oder geschmiedet, geschält beziehungsweise vorgedreht, als Rundstahl in Durchmessern von ca. Ø 35,8 mm bis über Ø 302 mm.

1.2367: Gute Härtbarkeit, hervorragende Zähigkeit und Brandrissbeständigkeit

Während des Glühprozesses wird der Warmarbeitsstahl 1.2367 im Ofen für 4 bis 6 Stunden bei 800 bis 840 °C mit anschließender langsamer Ofenabkühlung weichgeglüht. Bei komplizierten Werkzeugen oder nach umfangreicher Zerspanung empfiehlt sich zum Spannungsabbau auf alle Fälle ein Spannungsarmglühen bei 650 °C für ca. 2 bis 4 Stunden mit langsamer daran anschließender Abkühlung. Maximal lässt sich bei diesem Werkzeugstahl durch das Glühen eine Härte von 220 HB erzielen. Wichtig ist es, auf eine geregelte, langsame Abkühlung zu achten.

Im Rahmen der weiteren Wärmebehandlung sollte die Qualität 1.2367 auf 400 °C angewärmt werden. Danach sind zwei Vorwärmstufen einzuhalten: zuerst von ca. 650 °C und anschließend von ca. 850 °C. In der Anwärmphase sowie in jeder Vorwärmstufe sollte pro Millimeter Materialdicke eine halbe Minute eingeplant werden. Gehärtet wird der Warmarbeitsstahl 1.2367 bei 1.030 – 1.060 °C. Als Abschreckmedien dienen Luft, Öl oder ein Warmbad. Es kann eine Härte von ca. 55 HRC erzielt werden. Nach dem Härten sollte ein langsames Erwärmen auf Anlasstemperatur (520 bis 700°C) im Ofen erfolgen. Dabei sollte je 20 mm Werkstückdicke je eine Stunde gerechnet werden, mindestens jedoch 2 Stunden pro Werkstück. Die Güte 1.2367 sollte zur Zähigkeitssteigerung mindestens zweimal angelassen werden. Ein drittes Anlassen ist ratsam zum zusätzlichen Entspannen. Nitrieren ist möglich.

1.2367: Ein vielfältig einsetzbarer Werkstoff für hochwertige Bauteile

1.2367 - Das Werkstoffdatenblatt bei Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH Wuppertal

Eingesetzt wird der Werkstoff 1.2367 sowohl für hochwertige Gesenkeinsätze und Gesenke als auch für hochbeanspruchte Werkzeuge im Bereich der Erzeugung von Schrauben, Muttern, Nieten und Bolzen. Bevorzugt wird 1.2367 zudem für die Herstellung von Werkzeugen zum Rohrpressen und Strangpressen genutzt.

Zu dem Einsatzspektrum des 1.2367 gehören zudem u.a. Strangpresswerkzeuge für die Verarbeitung von Stahl – und Schwermetallen wie Rohrpressdorne, Pressmatrizen und -scheiben, Matrizenhalter und Innenbüchsen. Dank der oben genannten hervorstechenden Eigenschaften des 1.2367 ist dieser Werkzeugstahl weiterhin ein verlässlicher Partner für die Herstellung von Druckgusswerkzeugen bei hohen Schusszahlen im Bereich der Leichtmetallverarbeitung. Auch Hersteller, die Formteilpressgesenke  für die Schwer- und Leichtmetallverarbeitung fertigen, schätzen die Güte 1.2367. Oft sind außerdem Werkzeuge in Schmiedepressen, wie Gesenke oder Gesenkeinsätze, aus 1.2367 gefertigt.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter von Georg Grimm Edelstahlhandlung.

Werkstoff 1.2367
Werkstoff-Nummer 1.2367 Normbezeichnung X38CrMoV5-3
Alloy DIN X38CrMoV5-3
EN X38CrMoV5-3 AMS
AISI UNS
EN AMS
BS ASTM
NACE SAE
Vd-TÜV ELI
Beschreibung:
Werkzeugstahl für Warmarbeit
Verwendung und Eigenschaften
1.2367 zeichnet sich durch eine hohe Anlassbeständigkeit, Warmfestigkeit und Zähigkeit sowie durch einen hohen Warmverschleißwiderstand aus. Eingesetzt wird 1.2367 sowohl für hochwertige Gesenkeinsätze und Gesenke als auch für hochbeanspruchte Werkzeuge im Bereich der Erzeugung von Schrauben, Muttern, Nieten und Bolzen. Bevorzugt wird 1.2367 für Werkzeuge zum Rohrpressen und Strangpressen genutzt.
Eigenschaften
Dichte
Schmieden
Weichglühen 800-840°C
Glühhärte max. 235 HB
Spannungsarmglühen 650°C 2-4 h/ Ofenabkühlung
Vorwärmen zum Härten
Härten 1030-1080°C Öl Luft
Anlassen  600-700°C
Rm min
Rp 0,2 min
Dehnung min
Rm max
Rm 0,2 max
Dehnung max
Elemente C Cr Mn P S Si Mo V
min  0,35  4,7 0,30 0,30 2,70 0,40
max 0,40 5,2  0,60  0,035  0,035  0,50  3,30  0,70

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über die Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und/ oder Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.