1.2714 – Das Werkstoffdatenblatt

1.2714: Hochleistungsgesenkstahl mit tiefer Einhärtung und hohem Warmverschleißwiderstand

Der nickellegierte Werkzeugstahl 1.2714 ist ein Hochleistungsgesenkstahl mit einer tieferen Einhärtung, einem höherem Warmverschleißwiderstand und einer höheren Druckfestigkeit als 1.2713. 1.2714 wird vorzugsweise vergütet auf Festigkeiten von 1000-1400 N/mm² (auf Wunsch bis 1600 N/mm²) geliefert. Dieser Chrom-Nickel-Molybdän-Vanadin-legierte (NiCrMoV) und universell einsetzbare Warmarbeitsstahl ist ein öl- und lufthärtender Werkstoff und zeichnet sich beim Härten durch eine gute Maßbeständigkeit sowie gute Durchhärteeigenschaften aus. Ein weiteres charakteristisches Merkmal von 1.2714 ist die gute Zähigkeit sowie Anlassbeständigkeit der Güte. Auch bei hohen thermischen Beanspruchungen ist dieser Gesenkstahl gut verwendbar, da er sich in diesem Einsatzbereich aufgrund seiner guten Beständigkeit bewährt.

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Vielfältige Einsatzzwecke für 1.2714

1.2714 - Das Werkstoffdatenblatt bei Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH Wuppertal

Bevorzugt wird 1.2714 für Gesenke oder Sprenggesenke aller Größen und Gravuren eingesetzt. Der Werkstoff wird ebenso zum Verschmelzen harter Stähle wie für die Herstellung von Backen in Schmiedemaschinen, für Hammer- und Presssättel, Matrizen und Stempel zur Herstellung von Schrauben, Muttern, Nieten und Bolzen sowie für Warmeinsenkstempel, Warmscherenmesser und Formteilpressgesenke verwendet.

Zudem findet er Anwendung bei der Produktion von Werkzeugen im Bereich der Strangpressindustrie. 1.2714 wird hier bevorzugt verwendet für Pressstempel bis zu mittleren spezifischen Drücken. Aber auch für Schmiedegesenke für Stahlverformungen aller Art sowie für Formteilpressgesenke für sämtliche Leichtmetalle und deren Legierungen wir dieser Werkstoff eingesetzt.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter von Georg Grimm Edelstahlhandlung.

Werkstoff 1.2714
Werkstoff-Nummer 1.2714 Normbezeichnung 55NiCrMoV7
Alloy DIN 55NiCrMoV7
EN  55NiCrMoV7 AMS
AISI UNS
EN AMS
BS ASTM
NACE SAE
Vd-TÜV ELI
Beschreibung:
Warmarbeitsstahl
Verwendung und Eigenschaften
1.2714 ist ein Hochleistungsgesenkstahl mit tieferer Einhärtung und höherem Warmverschleißwiderstand als 1.2713. 1.2714 wird vorzugsweise vergütet auf Festigkeiten von 1000-1400 N/mm² (auf Wunsch bis 1600 N/mm²) geliefert. Bevorzugt wird 1.2714 beim Einsatz für Gesenke oder Sprenggesenke aller Größen und Gravuren. Der Werkstoff wird ebenso zum Verschmelzen harter Stähle wie für die Herstellung von Backen in Schmiedemaschinen, für Hammer- und Presssättel, Matrizen und Stempel zur Herstellung von Schrauben, Muttern, Nieten und Bolzen sowie für Warmeinsenkstempel, Warmscherenmesser und Formteilpressgesenke eingesetzt.
Eigenschaften
Dichte
Schmieden 1050-850°C
Weichglühen 650-680°C  2-4 Std. Ofen
Glühhärte  Max 230 HB
Spannungsarmglühen  650°C  2-4 Std. /Ofenabkühlung
Vorwärmen zum Härten  250-300°C
Härten 830-870°C Öl, Stücke bei 100-150°C aus dem Öl nehmen
Anlassen 100 °C = 57, 200 °C =54, 500 °C =46, 600 °C= 38
Rm min
Rp 0,2 min
Dehnung min
Rm max
Rm 0,2 max
Dehnung max
Elemente C Cr Mn P S Si V Mo NI
min 0,50 1,0 0,65 0,10 0,070 0,45  1,5
max 0,60 1,20 0,95 0,030 0,030 0,40 0,12 0,55  1,8

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über die Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und/ oder Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.

1.2080 – Das Werkstoffdatenblatt

1.2080: Verschleißarmer und maßbeständiger Präzisionsflachstahl

Der ledeburitische Cr-Stahl 1.2080, auch bekannt unter dem Kurznamen X210Cr12, zählt zur Gruppe der Kaltarbeitsstähle. Allen voran zeichnet sich 1.2080 als Hochleistungsschnittstahl aus, was darauf zurückzuführen ist, dass er bei der Wärmebehandlung selbst bei größeren Maßen seine ausgezeichnete Maßbeständigkeit, Verschleißfestigkeit und Schnitthaltigkeit beibehält. Außerdem weist der Werkzeugstahl eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Verzug und Abreibungen auf. Zu beachten ist allerdings, dass die Bearbeitung und Zerspanung des hochlegierten 1.2080 im Vergleich zu Stählen, die niedriger legiert sind, eine Spur beschwerlicher ausfällt. Zumeist wird der Kaltarbeitsstahl, der gewöhnlich bei 1.050 – 850 °C geschmiedet wird, mit einer Festigkeit von ca. 835 N/mm² ausgeliefert.

Im Wesentlichen wird 1.2080 heutzutage als weichgeglühter Präzisionsstahl nach DIN 59350 bevorratet. Standardmäßig werden Flachabmessungen in Längen von 500 mm mit präzisionsgeschliffener Dicke sowie geschliffener oder gefräster Breite geliefert. Der Einsatz von Präzisionsflachstahl begünstigt eine kosteneffiziente Produktion z.B. von Werkzeugen.

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1.2080: Kaltarbeitsstahl für Öl- und Lufthärtung

1.2080 - Das Werkstoffdatenblatt bei Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH Wuppertal

Im Rahmen der Wärmebehandlung kann 1.2080 sowohl weichgeglüht als auch spannungsarmgeglüht werden. Das Weichglühen sollte bei einer Temperatur von 800 – 820 °C über einen Zeitraum von 4 bis 6 Stunden im Ofen durchgeführt werden. Die Abkühlung sollte danach langsam – entweder im ausgeschalteten Ofen oder mittels Asche – erfolgen. Das Spannungsarmglühen, welches sich bei anspruchsvollen Werkzeugen oder zur Verminderung der Spannung empfiehlt, findet über etwa 2 bis 4 Stunden im Ofen bei ca. 650 °C statt. Auch hier sollte ein zu schnelles Erwärmen und Abkühlen vermieden werden. Die erzielbare Glühharte beträgt max. 240 HB.

Darüber hinaus eignet sich 1.2080 als Ölhärter oder Lufthärter. Vor dem Härten sollte der Werkzeugstahl zunächst in zwei Schritten vorgewärmt werden: erst auf 450 – 650 °C und danach auf 800 – 850 °C. Das anschließende Härten richtet sich nach der Form und den Maßen des Werkstücks. Bei Abmessungen bis zu Ø 20 mm ist zu einer 20-minütigen Lufthärtung bei 930 bis 970 °C zu raten. Bei größeren Maßen von max. Ø 50 mm bietet sich ein Warmbad bei 450 bis 500 °C an. Unabhängig von der Größe lassen sich durch das Härten in einem Warmbad oder in Öl 62 – 64 HRc erreichen. Trotz der maximal erreichbaren Härte von 64 HRc, ist die Qualität 1.2080 aber in der Praxis üblicherweise mit einer Arbeitshärte von nur ca. 59 bis 62 HRc anzutreffen.

Wird weiterhin eine hohe Zähigkeit von 1.2080 verlangt, so lassen sich durch zweimaliges Anlassen an der Luft bei ca. 160 – 300 °C gute Ergebnisse erzielen. Je 25 mm Stärke sollte mindestens eine Stunde für das Anlassen gerechnet werden, wobei die gesamte Anlasszeit jedoch zwei Stunden nicht unterschreiten sollte.

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1.2080:  Hochleistungsstahl für Schneidwerkzeug und Messwerkzeug

Als Hochleistungsschnittstahl wird der ledeburitische Chrom-Stahl 1.2080 insbesondere für Schnittwerkzeuge, die hohen Beanspruchungen und Anforderungen ausgesetzt sind, verwendet. So sind Messer aus diesem schnitthaltigen Werkzeugstahl in der Lage, auch komplizierteste Formen hervorzubringen. Bevorzugt werden aus 1.2080 Scherenmesser, beispielsweise Flachscherenmesser oder Kreisscherenmesser, gefertigt, die Bleche und Bänder bis zu einer Stärke von 4 mm schneiden. Doch auch viele weitere Messer, wie z.B. Stahlwollemesser, Abschneidmesser oder Messer für die Drahtstiftherstellung, werden aus dem maßbeständigen 1.2080 hergestellt. Zum Haupteinsatzgebiet des maßbeständigen 1.2080 zählen ferner Messwerkzeuge, wie Grenzlehren oder Grenzlehrdornen, Bohrwerkzeug wie Bohrbüchsen, Stanzwerkzeug sowie Ziehwerkzeuge aller Art, von Ziehmatrizen über Ziehringe bis hin zu Ziehkonen und Ziehdornen.

1.2080: Verlässlicher Partner für hochbeanspruchte Werkzeuge und Materialien

Gerne findet der verzugsarme 1.2080 auch Verwendung bei der Bearbeitung von Stoffen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind und stark zu Verschleiß neigen. Als Presswerkzeuge für Substanzen wie Gummi und Kunstharze setzt die pharmazeutische Industrie daher bevorzugt solche ein, die aus 1.2080 hergestellt sind. Ebenso benutzt die keramische Industrie vorzugsweise 1.2080 bei der Arbeit mit Porzellan oder Futterplatten. Die holzverarbeitende Industrie vertraut gleichermaßen auf den widerstandsfähigen 1.2080 bei viel benutzten Geräten zur Holzbearbeitung wie Fräsmaschinen. Da sich 1.2080 nebenbei auch noch zum Polieren eignet, hat die Güte sich nicht zuletzt in der Kunststoffindustrie im Kontakt z.B. mit Duroplasten, insbesondere bei der Herstellung von Kunststoffformen und Kunststoffleisten, bewiesen. Abgerundet wird das Anwendungsfeld von 1.2080  durch diverse weitere Werkzeuge und Zubehörteile wie Stempel (z.B. Kopfstempel), Backen (z.B. Messerbacken oder Gewindewalzbacken), Rollen (z.B. Gewinderollen), Hülsen und Räumnadeln.

Werkstoff 1.2080
Werkstoff-Nummer 1.2080 Normbezeichnung X210Cr12
Alloy DIN  X210Cr12
EN AMS
AISI  AISI D3 UNS UNS T30403
EN AMS
BS ASTM
NACE SAE
Vd-TÜV ELI
Beschreibung:
Werkzeugstahl für Kaltarbeit
Verwendung und Eigenschaften
Die Güte 1.2080 zeichnet sich durch ihre Maßbeständigkeit, Verschleißfestigkeit und Schnitthaltigkeit aus. Die Formänderung beim Härten des 1.2080 ist gering. Produktbereiche für 1.2080 sind Hochleistungsschnittwerkzeuge und Hochleistungsstanzwerkzeuge, Stempel, Scherenmesser, Messerbacken, Kopfstempel, Räumnadeln, Holzfräser sowie Ziehmatrizen und Ziehdorne.
Eigenschaften
Dichte
Schmieden 800-830 ° C
Weichglühen Max 250 HB
Glühhärte
Spannungsarmglühen
Vorwärmen zum Härten
Härten 940-970 C° in Öl
Anlassen 180-250 °C
Rm min
Rp 0,2 min
Dehnung min
Rm max
Rm 0,2 max
Dehnung max
Elemente C Cr Mn P S Si NI
min 1,91 11,0 0,15 0,10
max 2,20 12,0 0,45 0,030 0,030 0,40

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über die Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und/ oder Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.

1.2767 – Das Werkstoffdatenblatt

1.2767: Höchste Zähigkeit und Hochglanzpolierbarkeit bei gleichmäßiger Härteannahme

Der Werkzeugstahl 1.2767 eignet sich durch seine sehr hohe Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Druck und Schlag besonders für die Kaltarbeit. Aufgrund seines homogenen Gefüges und seines hohen Nickel-Gehalts von mind. 3,80 Ni und des geringen Kohlenstoff-Gehalts (max. 0,5 C) ist der Werkstoff universell als Luft- und Ölhärter einsetzbar und zeichnet sich durch seine gleichmäßige Härteannahme auch bei größeren Querschnitten aus. Zudem verzieht sich das Material bei der Wärmebehandlung nur geringfügig. 1.2767 ist gut hochglanzpolierbar und zeichnet sich durch eine gute Narbätzbarkeit und Erodierbarkeit aus. Aufgrund der guten Verschleißfestigkeit und Zähigkeit von 1.2767 weisen hieraus hergestellte Umformwerkzeuge lange Standzeiten aus.

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1.2767: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

1.2767 - Das Werkstoffdatenblatt bei Georg Grimm Edelstahlgroßhandlung GmbH Wuppertal

Eingesetzt wird der Werkzeugstahl 1.2767 in der Regel im gehärteten und angelassenen Zustand u.a. für Besteckstanzen, die hoher Beanspruchung ausgesetzt sind, Massivprägematrizen und Massivprägestempel, Biegewerkzeuge für schwere Kaltverformung, Druckleisten an Abkantpressen, Scherenmesser für dickstes Schneidgut, Knüppelscherenmesser, Einsenkpfaffen und Ziehbacken. In der Kunststoffindustrie wird die Güte 1.2767 bevorzugt eingesetzt für Formen und -einsätze für die Kunststoffverarbeitung, für die Verarbeitung von Duro- und Thermoplasten sowie Verbundwerkstoffen.

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Werkstoff 1.2767
Werkstoff-Nummer 1.2767 Normbezeichnung 45NiCrMo16
Alloy DIN 45NiCrMo16
EN  X45NiCrMo4 AMS
AISI UNS
EN AMS
BS ASTM
NACE SAE
Vd-TÜV ELI
Beschreibung:
Werkzeugstahl für Kaltarbeit / Warmarbeit
Verwendung und Eigenschaften
Durch seine hohe Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Druck und Schlag eignet sich 1.2767 besonders für die Kaltarbeit. Ferner weist 1.2767 eine gute Polierbarkeit, Narbätzbarkeit und Erodierbarkeit auf. Eingesetzt wird 1.2767 u.a. für Besteckstanzen, die hoher Beanspruchung ausgesetzt sind, Massivprägematrizen und Massivprägestempel, Biegewerkzeuge, Druckleisten an Abkantpressen, Scherenmesser für dickstes Schneidgut, Knüppelscherenmesser, Ziehbacken, Kunststoffformen und Armierungen.
Eigenschaften
Dichte
Schmieden 1050 – 850°C
Weichglühen 660  – 680°C  6-8 Std. / Ofen
Glühhärte Max. 260 HB
Spannungsarmglühen 650°C  2-4 h/ Ofen
Vorwärmen zum Härten 450-650°C
Härten 830 – 860°C (Öl oder Stickstoff), Warmbad 450-500 °C
Anlassen C° 100 = 56, C° 300 = 50 , C° 600 = 38
Rm min
Rp 0,2 min
Dehnung min
Rm max
Rm 0,2 max
Dehnung max
Elemente C Cr Mn P S Si NI MO
min 0,40 1,20 0,15  0,10 3,80 0,15
max 0,50  1,50  0,4 0,030 0,030  0,40  4,30 0,35

Die in diesem Werkstoffdatenblatt aufgeführten Informationen über die Beschaffenheit oder Verwendbarkeit von Materialien und/ oder Erzeugnissen stellen keine Eigenschaftszusicherung dar, sondern dienen ausschließlich der Beschreibung. Für die Ergebnisse bei der Anwendung und Verarbeitung der Produkte wird keine Gewähr übernommen.